Anneliese Michel und ihre Exorzismen
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ᐅ Anneliese Michel und ihre Exorzismen

Anneliese Michel und ihre Exorzismen

Anneliese Michel wurde am 21. September 1952 in Leiblfing in Niederbayern als Kind von Anna Fürg und Josef Michel geboren. Sie wurde streng katholisch erzogen. Ihr Vater sollte auf Wunsch seiner Mutter hin eigentlich Priester werden, was auf Grund von zu schlechten Zensuren in Latein jedoch nicht möglich war. Deshalb übernahm er das Sägewerk seines Vaters in Klingenberg, wo er später auch heiratete und lebte. Anneliese war die zweite Tochter der Mutter, die erste starb jedoch im Alter von acht Jahren an Nierenleiden. Nach Anneliese kamen drei weitere Töchter zur Welt, die alle ziemlich gesund waren im Vergleich zu Anneliese, denn diese erkrankte schon früh an verschiedenen Kinderkrankheiten und war generell sehr dünn und klein, weshalb den Eltern geraten wurde sie erst ein Jahr später in die Schule zu schicken. Im Laufe der Zeit festigte sich ihre Gesundheit und mit der Einschulung in das DalbergGymnasium in Aschaffenburg war sie körperlich fast auf dem gleichen Entwicklungsstand wie die anderen Kinder in ihrem Alter. Anneliese spielte Akkordeon und Klavier und war Mitglied in einem Sportverein. Auch ihre Noten in der Schule waren sehr gut und sie war auf Grund der elterlichen Erziehung sehr religiös geprägt, ging mehrmals wöchentlich in die Messe und betete viel. Jedoch wurden ihr Aktivitäten wie Tanzengehen normalerweise verboten, da ihre Mutter strenge Moralvorstellungen hatte. Im September 1968, kurz vor ihrem sechzehnten Geburtstag, fiel Anneliese in der Schule in eine kurze Ohnmacht und in der darauffolgenden Nacht wachte sie auf und konnte sich weder bewegen, noch schreien. Außerdem urinierte sie in ihr Bett. Der Anfall war eine Viertelstunde später wieder vorbei. Den nächsten Anfall hatte sie am 24. August 1969, also fast ein Jahr später. Er spielte sich genauso ab, wie beim ersten Mal. Ihre Mutter ging daraufhin mit ihr zum Arzt, wo sie an einen Nervenarzt weitergeleitet wurde. Dieser konnte durch Untersuchungen der Reflexe und durch elektroenzephalographische Untersuchungen keine Krankheit feststellen, spekulierte jedoch auf Grund der Schilderungen der Anfälle auf Epilepsie. Mit Beginn des neuen Schuljahres war Annelieses gesundheitlicher Zustand schlecht. Sie erkrankte an einer Mandelentzündung, kurz darauf an einer Rippenfellentzündung sowie an einer Lungenentzündung und schließlich auch noch an Tuberkulose. Sie durfte nicht mehr zur Schule gehen und im Februar 1970 wurde sie schließlich ins Krankenhaus und von da aus in eine Lungenheilstätte für Kinder und Jungendliche im Allgäu überführt, wo sie sich sehr einsam fühlte. Am 3. Juni erlitt Anneliese erneut einen Anfall, der sich genauso abspielte wie die ersten beiden. Einige Tage danach betete sie den Rosenkranz alleine im Schlafsaal. Als einige andere Mädchen hereinkamen beschrieben sie Annelieses Hände als verkrampft und ihre Augen als dunkler als zuvor. Anneliese selbst hatte dies nicht bemerkt, sie glaubte jedoch an die Hilfe der Mutter Gottes, da sie sich im Anschluss viel besser fühlte. Jedoch sah sie einige Tage später wiederholt teuflische Fratzen, was sie von dem Gedanken an Marias Hilfe abbrachte.  Am 29. August durfte Anneliese wieder nach Hause.Sie ging wieder in die Schule, jedoch waren ihre Noten nur noch mäßig und sie selbst war sehr ernst und still und zog sich zurück von ihren Klassenkameradinnen. Gegen Ende des zwölften Schuljahres, im Jahre 1972, traten auch ihre Anfälle erneut auf. Von ihrem Nervenarzt bekam sie Medikamente verschrieben, worauf sie vorerst keine Anfälle mehr hatte. Jedoch lösten diese Medikamente Absencen und Steifwerden des Körpers aus sowie einen schrecklichen Gestank, den nur sie wahrnahm. Außerdem begann sie wieder die teuflischen Fratzen zu sehen. Das alles verschwieg sie dem Arzt jedoch. Im Frühjahr 1973 hatte sie weitere Wahnvorstellungen. Sie hörte ein Klopfen, Poltern und seltsame Stimmen und sah weiterhin die Fratzen. Außerdem beschrieb ihre Mutter die gleichen Reaktionen auf eine Marienstatue, wie die Mädchen in der Lungenheilstätte auf den. Rosenkranz, nämlich verkrampfte Hände und schwarze Augen. Trotz allem bestand sie ihr Abitur, jedoch fühlte sie sich nicht wohl, weshalb ihr Vater ihr anbot mit auf Wallfahrt nach San Damiano zu reisen, was sie auch tat. Mitreisende berichteten, dass sie sich geweigert habe das wundertätige Wasser vom Brunnen zu trinken und eine Medaille zu tragen, die ihr Vater kaufte, da sie nicht atmen könne, wenn sie diese tragen würde. Außerdem soll sie einer Mitreisenden die Medaille entrissen, einen fürchterlichen Gestank verbreitet haben und mit unnatürlich tiefer Stimme gesprochen haben.  Nach dieser Wallfahrt begann sie zum Wintersemester 1973 an der Pädagogischen Hochschule in Würzburg zu studieren um Lehrerin zu werden. Dort begab sie sich in Behandlung der Universitäts- Nerven- und Poliklinik. Dort wurden ihr „neurotische Depressionen mit Entwicklungscharakter“ diagnostiziert und der Befund einer Epilepsie durch ein EEG gestützt. Außerdem fand man bei einem weiteren EEG eine Schädigung des linken Schläfenbereichs im Hirn. 1975 entwickelte Anneliese eine seltsame Abneigung gegen alles Religiöse, wie Rosenkränze, Christusbilder oder geweihtes Wasser. Außerdem konnte sie keine Kirche mehr betreten. Am 1. Juli 1976 verhungerte Anneliese Michel im Alter von 23 Jahren in Klingenberg.  

 Exorzismus der Anneliese Michel:
Im Sommer 1973 traf Anneliese sich zum ersten Mal mit dem Pfarrer Alt, da sowohl ihre Eltern als auch die Leiterin der Wallfahrt, Thea Hein, auf eine dämonische Besessenheit spekulierten. Jedoch konnte der Pfarrer dies nicht bezeugen und rat ihr erneut zu einem Arzt zu gehen. Thea Hein machte daraufhin einen Jesuiten namens Pater Adolf Rodewyk ausfindig, der bereits einige Bücher über Besessenheit verfasst hatte. Er lebte jedoch in Frankfurt, weshalb er sich nicht selbst um Anneliese kümmern konnte und ihr so rat sich mit Pfarrer Hermann in Aschaffenburg in Verbindung zu setzen, was sie auch tat. Er führte zwischen 1973 und 1975 wohl einige Gespräche mit ihr, in der sie von ihren Leiden erzählte. Jedoch schien sich auch Pfarrer Alt wieder für Anneliese zu interessieren und begann sich ab Herbst 1973 regelmäßig mit ihr zu treffen. Im Sommer 1974 diagnostizierte er schließlich eine dämonische Umsessenheit. Nach einem Besuch von Pfarrer Roth, dem Pfarrer von Klingenberg, im Juli 1975, auf den Anneliese mit Hass und tiefer Abneigung reagierte und sich nicht von ihm segnen ließ, waren sowohl er als auch Pfarrer Alt von einer dämonischen Besessenheit überzeugt. Pfarrer Alt erhielt vom Bischof Stangl in Würzburg die mündliche Erlaubnis den Exorzismus an dem Mädchen zu beten. Am 3. August führte er einen Kleinen Exorzismus an ihr durch, worauf sie stöhnte, wimmerte und flehte aufzuhören, da ihr Körper sich anfühle als würde er brennen. Außerdem versuchte sie dem Pfarrer die Gebetsformel aus der Hand zu schlagen. Ihr Zustand verschlechterte sich daraufhin. Sie schlief kaum noch, betete manchmal schreiend den ganzen Tag lang, rannte durch das gesamte Haus und war danach manchmal tagelang nicht fähig sich zu bewegen und Nahrung zu sich zu nehmen. Außerdem entwickelte sie übernatürliche Kräfte, aß Fliegen, Spinnen und Kohle, urinierte auf den Fußboden und leckte ihren Urin danach auf. Die Pfarrer, die mit diesem Fall in Berührung gekommen waren, trafen sich und kamen zu dem Entschluss, dass Anneliese exorziert werden müsse. Sie fragten Pater Arnold Renz, ob er den Exorzismus durchführen wolle und er willigte ein. Kurz darauf erhielten sie auch die schriftliche Erlaubnis des Bischofs. Am 24. September 1975 fand das erste Exorzismusritual statt. Anneliese brüllt und will beißen, schlagen und treten. Die folgenden Sitzungen werden durch Tonbandgeräte aufgenommen. Die Dämonen lassen sich zwar vorerst nicht austreiben, jedoch lassen sich schon nach der zweiten Woche vielversprechende Wandlungen feststellen, denn Anneliese ist ruhiger als zuvor. Insgesamt werden an ihr 67 Exorzismusrituale durchgeführt. Die Dämonen nennen ihre Namen: Kain, Nero, Judas, Luzifer, Hitler und Fleischmann. Nach und nach gelingt es dem Pater die Dämonen auszutreiben, jedoch bleibt einer, dessen Name nicht bekannt ist und so auch nicht ausgetrieben werden kann. Zwischenzeitig fuhr sie immer wieder zurück nach Würzburg um ihr Studium fortzusetzen. Dafür wurden auch die Rituale unterbrochen. Um die Osterzeit im Jahre 1976 verschlechterte sich Annelieses Zustand wieder. Am 10. Mai bat ihre Familie Pater Renz die exorzistischen Sitzungen wieder aufzunehmen, was er auch tat. Sie isst kaum noch etwas, jedoch geht die Familie davon aus, dass dies vorrübergeht. Die Exorzismen werden also fortgesetzt bis zum 30. Juni. Am Ende dieses Exorzismus schläft Anneliese ruhig ein, wacht jedoch nicht mehr auf. Der Todesgrund lautete Unterernährung. 


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