Aus dem Leben eines Taugenichts- Kurzreferat
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ᐅ Aus dem Leben eines Taugenichts- Kurzreferat

Aus dem Leben eines Taugenichts- Kurzreferat

Im Folgenden stelle ich dir mein Referat zur Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ zur Verfügung. Da es mit einer 1 bewertet wurde, dachte ich mir, es könnte dem ein oder anderen vielleicht helfen :)

Kurzer Disclaimer: Da es im Internet haufenweise Zusammenfassung des Inhalts der Novelle gibt, habe ich mir deren Auflistung an dieser Stelle gespart. Dafür bin ich aber etwas mehr auf die analytischen Aspekte eingegangen.


 

Gliederung:
  • Allgemeines
  • (kurze) Biografie
  • Themen
  • Epoche
  • Erzählweise
  • Stil und Sprache
  • Figuren
  • Aufbau

 

Allgemeines:

Die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ von Joseph Eichendorff umfasst 10 Kapitel und je nach Ausgabe zwischen ca. 70 und 150 Seiten. Das Werk wurde im Jahr 1822/23 fertiggestellt und 1826 erstmals veröffentlicht. Abhängig von der Ausgabe variiert natürlich auch der Ladenpreis, allerdings ist das Buch in jedem Fall unter 3€ zu bekommen.

 

Biografie:

Joseph Eichendorff wurde am 10. März 1788 als „Joseph Freiherr von Eichendorff“ auf dem elterlichen Schloss Lubowitz geboren. Somit ist er das zweitälteste Kind. Seine Kindheit kann man allumfassend als sehr unbeschwert und erfüllt beschreiben, allerdings änderte sich das mit der Festnahme seines Vaters. Da dieser wegen Zahlungsunfähigkeit verklagt wurde (man warf ihm vor, er habe sein Geld durch Spekulationen/ Wetten zum Fenster hinausgeworfen), verarmt die Familie. Für Joseph ist das besonders tragisch, da er trotz der Entdeckung seiner Liebe für das Theater und die Literatur nun eine klassische Ausbildung antreten muss, um ein regelmäßiges und gutes Einkommen zu haben und seine Familie damit unterstützen zu können.

 

Themen:

Grob umfassend kann man sagen, dass besonders ein Thema im Vordergrund steht: das Gottesvertrauen, beziehungsweise das Vertrauen in das Leben an sich. Der Taugenichts geht vollkommen ohne Plan in die Welt hinaus und sieht in so gut wie jeder Situation immer nur das Positive. Er ist ein Optimist durch und durch und hat Vertrauen in das Leben. Für ihn gibt es keine Dinge, über die man sich Sorgen machen müsste, sondern er glaubt fest daran, dass sich alles schon zum Guten wenden wird, solange man nur fest daran glaubt (für ihn funktioniert das ja auch!).

Ein weiteres Thema ist die Sehnsucht und Reiselust. Den Taugenichts zieht es nach kurzer Zeit an einem Ort immer wieder hinaus in die Welt und für ihn ist es unerträglich, zu lange an einem Ort zu sein. Er möchte die Welt (besonders die Natur) entdecken und frei sein.

Auch ein Vater-Sohn, bzw. Generationenkonflikt wird, wenn auch nur kurz, thematisiert. Der Vater hat kein Verständnis für die Ansichten des Taugenichts und möchte ihm am liebsten seine Vorstellungen vom Leben aufzwingen. Womöglich zeigt das, dass er seine Träume schon längst aufgegeben hat und sein Leben nun der Arbeit und den Notwendigkeiten des Alltags widmet.

 

Epoche:

Es handelt sich ganz klar um die Epoche der (Spät-) Romantik. Zu seinem Werk „Das Marmorbild“ sagte Eichendorff einmal, er habe es geschrieben, um sich dadurch aus der alltäglichen und hektischen Welt des Alltags zurückziehen. Dies kann man auch sehr gut auf das Werk des Taugenichts projektieren. Denn genau das ist es im Grunde auch, was die Hauptperson der Novelle antreibt: ein Entkommen aus dem Alltag und dem von Regeln und unausgesprochenen Gesetzen geprägten Leben.

Besondere Merkmale der Epoche, die man auch in Eichendorffs Werk wiederfindet, sind:

  • Sehnsuchtsmotiv
  • Gutgläubigkeit / Gottesvertrauen
  • Verherrlichte Sicht auf die Zukunft
  • Naturverbundenheit

All diese Eigenschaften verkörpert der Taugenichts durch seine abenteuerlustige und romantische Wesensart.

 

Erzählweise:

Die Geschichte wird aus der Ich-Perspektive und überwiegend in einer einfachen und leicht verständlichen Sprache erzählt. Das ist auch kein Wunder, schließlich handelt es sich bei dem Ich-Erzähler um einen einfachen Arbeitersohn.

Etwas, das die romantische Wirkung des Werkes unterstreicht, sind die zahlreichen Lieder und Gedichte, die immer wieder auftauchen. Hauptsächlich handelt es sich dabei um Wanderlieder, die in ihren Texten Gott preisen und für seine Gütigkeit loben.

Nicht ganz so auffällig, aber sicherlich trotzdem sehr wichtig, ist die Tatsache, dass die Natur deutlich detailreicher beschrieben wird, als die Menschen. Das lenkt den Fokus auf die Schönheit der Natur und verstärkt den romantischen Einfluss.

Zudem treten auch sehr viele Metaphern und Vergleiche für eine bildliche und poetische Sprache auf.

 

Figuren:

Die Figuren der Novelle kann man grob in zwei Kategorien einteilen: Die Optimisten und die Pessimisten. Viel dazwischen gibt es nicht. Um einmal ein Beispiel für beide Kategorien zu nennen, wäre da natürlich einmal der Taugenichts selbst. Wie bereits mehrfach erwähnt, besitzt er ein unglaublich großes Gottesvertrauen und einen sehr optimistischen Geist. Das Gegenstück dazu bildet sein Vater, der sich von der Gesellschaft in ein „spießbürgerliches“ Leben zwingen lässt und seinen Lebensrhythmus ganz nach seiner Arbeit richtet.

 

Aufbau:

Der Aufbau der Geschichte weist einige Besonderheiten auf. Zum einen ist der Ausgangsort der Erzählung genau der gleiche, wie der Ort des Endes: Wien. Das bildet in gewissermaßen einen Kreis der Erzählung. Außerdem wird die Reiselust des Taugenichts dadurch unterstützt, dass alle zwei Kapitel ein Aufbruch stattfindet. In den ersten beiden Kapiteln beispielsweise, erfährt der Leser von dem Rauswurf in der Mühle und der Ankunft in Wien, im dritten und vierten Kapitel vom Aufenthalt in Wien und dem Aufbruch nach Italien. So wird dem Leser noch einmal verdeutlicht, dass es der Taugenichts nie lange an einem Ort aushält und seine Reiselust und Rastlosigkeit letzten Endes immer stärker ist, als sein Bedürfnis, sesshaft zu werden.

 

Zusammenfassend kann man sagen, dass die Novelle „Aus dem Leben eines Taugenichts“ sehr viele romantische Elemente beinhaltet und die Hauptfigur sehr nach dieser Epoche gerichtet ist. Außerdem wird dem Leser das Bild vermittelt, dass am Ende alles gut wird, solange er nur ein wenig Vertrauen in das Leben hat.


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