Byzanz und Westeuropa im Vergleich | Religion
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ᐅ Byzanz und Westeuropa im Vergleich | Religion

Byzanz und Westeuropa im Vergleich | Religion

Die Gesellschaft in Byzanz war sehr von Religion geprägt und die byzantinische Kirche spielte eine wichtige Rolle und hat eine große Macht zur damaligen Zeit.

Der Kirchenhistoriker Panayotis Christou stellte einmal fest: “Die Byzantiner betrachteten ihr irdisches Reich als Abbild des Königreiches Gottes.”

Als eine Art Statussymbol oder Zeichen, dass man selber eine christliche Nation vertrete, wurde auch zu Anfang des byzantinischen Reiches die noch heutzutage existierende und bekannte Kirche Hagia Sophia gebaut.  

Allerdings wurde dieses Ansicht von den staatlichen Herrschern nicht immer geteilt und es gab heftige Auseinandersetzungen zwischen der Kirche und dem Staat.

Auch das Verhalten der Bischöfe war sehr unterschiedlich. Die einen waren für den Herrscher, die anderen haben sich gegen seinen Willen gesetzt. Das Oberhaupt der Ostkirche gelangte zu großem Einfluss. Er war es der den Kaiser krönte und auch derjenige der von ihm verlangen konnte den orthodoxen Glauben aufrecht zu erhalten. Er konnte auch mit einer Exkommunikation drohen und dabei seinen Willen im Namen Gottes durchsetzen oder zu anderen Mitteln greifen um einen Kaiser zu entmachten.

1071 griff das Reich der Seldschuken erneut das oströmische Reich an woraufhin der Kaiser Alexios I. den Papst um Hilfe gegen die Seldschuken bat, was damals nicht selbstverständlich war.

Das Verhältnis der römisch-katholischen und der orthodoxen Kirche war seit Jahrhunderten angespannt. Kaiser Alexios sah sich als legitimer Stellvertreter Gottes auf der Erde. Die Hauptstadt Konstantinopel galt damals als christliches Zentrum.  

Was haben die Europäer unternommen? Sie haben den ersten Kreuzzug veranlasst.

Die Kreuzfahrer waren aber nicht die erhoffte Hilfe, denn sie wollten ihren eigenen Willen und ihre eigene Pläne im Orient verwirklichen und haben auf dem Boden des ehemaligen byzantinischen Reiches eigene Kreuzfahrerstaaten gegründet und ihr Versprechen, dem oströmischen Kaiser zu helfen, nicht eingehalten.

Der muslimische Glaube wurde zum Untergang von Byzanz hin die Religion, die sich am meisten durchsetzte und nach dem Untergang Byzanzs die Staatsreligion über das neu eingenommene Reich der Osmanen.

Die anfangs kurz erwähnte Hagia Sophia wurde durch die neuen Besatzer zu einer Moschee umfunktioniert und alle christlichen Gegenstände die den chr. Glauben wiedergeben wurden vernichtet.

Zum endgültigen Bruch zwischen dem lateinischen Westen und griechisch-orthodoxen Osten führte der vierte Kreuzzug welche eine langfristige Bedeutung hinterließ für den Begriff “Europa”, welcher nur noch als das Gebiet des Abendlandes verstanden wurde, und der damit verknüpften Identität.

Durch die Einflüsse der Seemacht Venedig wurde Konstantinopel von den Kreuzfahrern eingenommen und geplündert.

Somit lässt sich sagen dass in religiöser Sicht ein sehr großes Misstrauen bestand zwischen den römisch-katholischen Herrschern und Geistlichen im Westen und den andersgläubigen, griechisch-orthodoxen Bevölkerung in Byzanz. Eine bedeutender Unterschied mit gravierenden Folgen.


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