Kurzgeschichten Interpretation: "Nachts schlafen die Ratten doch" - Wolfgang Borchert
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ᐅ Kurzgeschichten Interpretation: "Nachts schlafen die Ratten doch" - Wolfgang Borchert

Kurzgeschichten Interpretation: "Nachts schlafen die Ratten doch" - Wolfgang Borchert

 

Es gab keine Note (war eine Hausaufgabe). Ich habe aber immer etwas zwischen 1 und 1,5 für meine Kurzgeschichten Interpetationen bekommen (Realschue).

Kurzgeschichten Interpretation: "Nachts schlafen die Ratten doch" - Wolfgang Borchert

In Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ geht es um den Tod und die von einem Missverständnis geprägte Fürsorge eines älteren Bruders für den unter den Trümmern des Hauses begrabenen jüngeren Bruder. Der neunjährige Jürgen hat von seinem Lehrer erfahren, dass Ratten Tote fressen und hält nun Tag und Nacht Wache über seinen Bruder, bis ihm ein alter Mann mit krummen Beinen begegnet und ihn darüber aufklärt, dass die Ratten nachts doch schlafen.

Dass es sich bei Borcherts Text „Nachts schlafen die Ratten doch“ tatsächlich um eine Kurzgeschichte handelt, kann man im Folgenden damit belegen, dass der Text auf die allgemeinen Merkmale einer Kurzgeschichte hin untersucht wird.

Ein besonders auffälliges und meist sofort ins Auge stechendes Merkmal einer Kurzgeschichte ist, dass sie einen kurzen Umfang hat. Im Falle Borcherts Kurzgeschichte „ Nachts schlafen die Ratten doch“ beträgt dieser 88 Zeilen. Des Weiteren gibt es noch ein Merkmal, das einem aber erst beim Lesen der Geschichte ins Auge sticht, und zwar die einfache und allgemeine Sprache, die sich z. B. in Zeile 4, „Er hatte die Augen zu“ findet. Ein offener Anfang, und dass man in die Geschichte hineingeworfen wird sind ebenfalls völlig normal und gehören zu den Merkmalen einer Kurzgeschichte. Der offene Anfang in Borcherts Geschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“  lautet: „Das hole Fenster in der vereinsamten Mauer gähnte blaurot voll früher Abendsonne“, als Leser  weiß man somit nicht, wo die vereinsamte Mauer ist und welches hohle Fenster, man weiß lediglich, dass es früh am Morgen sein muss. Auch ein Merkmal einer guten Kurzgeschichte ist, dass nur wenige Personen in der Handlung auftreten. Die handelnden Personen in unserer Geschichte sind ein alter Mann mit krummen Beinen und ein neunjähriger Junge namens Jürgen. Indirekt wird auch der jüngere Bruder von Jürgen erwähnt, denn auch er spielt eine Rolle im weiteren Verlauf  der Geschichte, denn er war doch erst vier und nun liegt er unter den Trümmern des Hauses begraben (Z.59/60). Es gibt also nur zwei handelnde und eine „etwas“ nebensächlichere Person (jüngerer Bruder) im gesamten Verlauf der Geschichte und damit  nur sehr wenige Personen, also wird dieses Merkmal voll und ganz erfüllt. Unter anderem gibt es noch ein weiteres Merkmal, welches nicht zu kurz kommen sollte, und zwar dass Kurzgeschichten ein alltägliches und außergewöhnliches Ereignis haben. Das alltägliche bei dieser Kurzgeschichte ist, dass jemand(hier der kleine Junge) auf etwas aufpasst und sich allem Anschein nach Sorgen um seinen Bruder macht. Außergewöhnlich an dieser Geschichte ist jedoch, worauf der Junge aufpasst und wie lange er das tut, nämlich auf seinen toten Bruder, damit er nicht von den Ratten gefressen wird, und das Tag und Nacht. Zum Schluss gibt es noch zwei weitere wichtige Merkmale einer Kurzgeschichte, diese lauten: In Kurzgeschichten passiert charakteristisches, lebensveränderndes und sie haben ein offenes Ende. In diesem Fall ist das charakteristische und lebensverändernde die Aufklärung darüber, dass die Ratten nachts doch schlafen. Das offene Ende fängt hierbei schon recht früh, in Zeile 84/85 an: „Aber das hörte der Mann schon nicht mehr. Er lief mit seinen krummen Beinen auf die Sonne zu.“Der Leser muss die Leerstellen selbst füllen, bzw. sich Gedanken darüber machen, wie es nun weitergeht, wird der Junge weiter auf seinen Bruder aufpassen? , bekommt er tatsächlich ein Kaninchen?, das offene Ende wirft bei dem Leser viele Fragen auf.

Ich komme nun zur Inhaltsangabe, bei der ich genauer auf das bereits erwähnte eingehen werde.

Die Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ welche von einem personalen Er-Erzähler unter Einbeziehung von wiedergegebenen Dialogausschnitten erzählt wird handelt von drei Personen(=Wer), nämlich einem älteren Mann mit krummen, ärmlich behosten Beinen(Z. 6/7) und einem neunjährigen Jungen namens Jürgen(Z.12/Z. 25) und seinem toten Bruder(Z.59/60). Der Ort (=wo)spielt nur eine geringe Rolle für die Handlung der Geschichte, es ist lediglich interessant für den Leser, zu wissen unter welchen Bedingungen der Junge auf seinen Bruder aufpasst. Borcherts Geschichte spielt nämlich in einer Schuttwüste, hinter einer vereinsamten Mauer, das Fenster in ihr gähnt blaurot voll früher Abendsonne und Staubgewölke flimmern zwischen den steilgereckten Schornsteinresten. Die Mauern sind also zusammengesackt, das Haus hat eine Bombe abbekommen und offenbar liegt sein kleiner Bruder nun unter den Trümmern im Keller begraben. Unter diesen Bedingungen wacht Jürgen Tag und Nacht über ihn. Wann im Genauen die Geschichte spielt wird nicht erwähnt, es wird lediglich gesagt, dass der Junge bereits seit Sonnabend Tag und Nacht über seinen Bruder wacht, und da das hole Fenster in der vereinsamten Mauer blaurot voll früher Abendsonne gähnt(Z.1/2), muss die Geschichte wohl zur frühen Abendstunde spielen. Wie lange Jürgen dort aber schon sitzt ist unklar und wird nicht erwähnt.  Daraus, dass es einen Bombenanschlag auf ihr Haus gab, lässt sich wiederum schließen, dass die Geschichte zur Kriegszeit spielt. Aus dem Grund, dass die Zeit nicht genau genannt wird, sondern nur angedeutet, kann die Zeit, zu der die Geschichte spielt wohl keine große Bedeutung für die Handlung haben. Wie bereits erwähnt, wird lediglich die Tageszeit erwähnt, denn dass Jürgen schon seit Sonnabend dort sitzt, sagt nicht, wann genau er dem Mann begegnet, schließlich heißt es auch „seit“, also muss es wohl schon für einen längeren Zeitraum sein. Der neue Alltag von Jürgen und die Unterhaltung mit dem alten Mann stehen im Vordergrund. Das Geschehen(=Was) der Geschichte ist ebenfalls nicht schwer zu erklären. Es dreht sich um den neunjährigen Jürgen der offenbar sein Liebstes verloren hat. Sein Bruder liegt unter den Trümmern des Hauses begraben, ganz allein wacht er mitten in den Trümmern über seinen Bruder, wohl mit der Gewissheit und der Angst, dass „sie“ ihn finden würden. Er hat einen starken Willen zu überleben und keine Furcht vor dem Tod, er hing sehr an seinem Bruder, und Jürgen hängt noch immer so sehr an ihm, dass er sogar über seine Leiche wacht. Dann taucht ein alter Mann auf , Jürgen schöpft Vertrauen  zu ihm und er klärt ihn darüber auf, das die Ratten nachts doch schlafen. Um Jürgen eine neue Aufgabe und Verantwortung über ein Leben zu übertragen, und damit er nicht mehr so einsam ist, verspricht der alte Mann, ihm ein Kaninchen zu schenken. Der alte Mann will mit Jürgen nach Hause gehen, doch durch den Bombenanschlag ist ihr Haus doch eingestürzt. Also müssen Jürgens Eltern wohl in einer Notunterkunft sein, doch Jürgen wollte seinen Bruder wohl nicht verlassen, doch jetzt wird sich das sicher alles ändern, wenn Jürgen wieder jemanden hat, auf den er aufpassen kann. Die Erzählperspektive der Geschichte ist im Bezug dessen sehr treffend gewählt, denn der Erzähler versetzt sich ebenso in Jürgen, als auch in den alten Mann, dadurch kann man sich als Leser gut in beide Personen einfinden und verstehen, wie es Jürgen ergeht und wie sich sin Leben wohl vom einen auf den anderen Moment ändern wird .Der Wendepunkt Borcherts Geschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ beginnt damit, dass Jürgen Vertrauen zu dem alten Mann fasst, und ihm erzählt, worauf er aufpasst(Z.50/51), nämlich auf seinen kleinen Bruder, damit ihn die Ratten nicht fressen, und das Tag und Nacht. In dieser Lage trifft er auf den alten Mann und dieser klärt ihn darüber auf, dass die Ratten nachts doch schlafen, und wenn Jürgen hier auf ihn wartet, dann bekommt er ein Kaninchen, und sie werden gemeinsam nach Hause gehen, um dem Vater zu zeigen, wie man einen Kaninchenstall baut. Von da an ändert sich Jürgens Alltag Schlag auf Schlag, er wird warten, er muss noch bis zum Abend aufpassen. Jetzt ist der kleine Jürgen nicht mehr allein, bald wird er wieder einen Freund haben, auf den er aufpassen und um den er sich kümmern muss, vielleicht wird er seinen Bruder dann loslassen können, ihn in seinem Herzen bewahren und wieder ein neues Leben, mit einem geregelten Alltag, gemeinsam mit seiner Familie beginnen.

Die äußere Handlung lässt sich leicht benennen. Es geht um die unzertrennliche Liebe eines Bruders zum anderen und die Angst, von ihm alleine gelassen zu werden. Darum, wie Jürgen seinen 4-jährigen Bruder weit über den Tod hinaus beschützt und bewacht. Mit der inneren Handlung wird ein inniges Verhältnis zwischen den beiden Brüdern und die unzertrennliche Bruderliebe umschrieben, ebenso die Sehnsucht des Jungen nach Liebe und Fürsorge, denn als er auf den alten Mann trifft, schöpft er Vertrauen und gewinnt wieder etwas Lebensgeist.

Die Geschichte handelt also von einer Liebe weit über den Tod hinaus. Sie schildert nur ein bestimmtes Ereignis, nämlich den Tod und zum Teil auch den Krieg. Doch trotzdem muss Jürgen auch mit einem Konflikt umgehen, der Konflikt mit dem Tod, er kann seinen Bruder einfach nicht loslassen, seine Liebe steht im Konflikt mit dem gewissen Tod. Dieses Problem löst sich, als Jürgen auf den alten Mann trifft, und dieser ihn aufklärt und ihm neue Verantwortung übertragen will, indem er ihm ein Kaninchen schenkt. Nach dem Lesen der Geschichte bleiben aber noch einige Fragen offen, z. B. Wie wird es weitergehen?  Kommt der alte Mann zurück? Bekommt Jürgen ein Kaninchen? Kehrt er zu seiner Familie zurück? Wo lebt diese? Es kämen noch unzählige weitere Fragen auf, doch diese sind wohl die wichtigsten.

Worauf ich bereits in der Inhaltsangabe zu sprechen kam, wird nun in einer genauen Personenbeschreibung/entwicklung/ konstellation genauer  erläutert.

In dieser Kurzgeschichte ist die Personenkonstellation einfach zu bestimmen. Es kommen direkt nur ein alter Mann mit krummen, ärmlich behosten Beinen, dessen Namen nicht erwähnt wird und der neunjährige Jürgen vor. Indirekt hingegen kommt noch Jürgens vierjähriger kleiner Bruder vor. Deshalb  sind die Hauptpersonen der ältere Mann und der neunjährige Jürgen. Sein jüngerer Bruder ist mehr nebensächlich und deshalb namenlos, spielt aber dennoch eine wichtige Rolle für das Verständnis der Geschichte. Die Personen der Geschichte sieht der Leser mit den Augen eines Dritten und ihre Denk-und Handlungsweise ist nicht schwer zu erschließen. Der neunjährige Jürgen denkt wenig nach und handelt sofort, er macht sich keine Gedanken darüber, ob Ratten nicht auch einmal schlafen. Der alte Mann denkt zuerst nach und handelt dann, in diesem Fall sehr trickreich. Der tote 4-jährige Bruder und Jürgen stehen in einem engen familiären Verhältnis zueinander. Jürgen ist fürsorglich bewegt, er kann einfach nicht loslassen, es fällt ihm schwer sich an den Gedanken zu gewöhnen, dass sein Bruder ihn nicht mehr braucht, dass er tot ist. Er vermisst seinen Bruder, und obwohl er jetzt vermutlich eine unter den Trümmern verwesende Leiche ist, bewahrt Jürgen ihn noch davor, von den Ratten gefressen zu werden. Jürgen handelt selbstlos und ohne nachzudenken. Doch Jürgen ist auch furchtlos, unermüdlich, clever, er kann schnell logische Schlüsse ziehen(z.B. Z. 25), kann schweigen und ist nicht leicht mit Tricks zu verwirren. Der kleine Bruder ist tot. Er wird nur erwähnt, tritt aber nicht in der wesentlichen Handlung der Geschichte auf. Zu letzt wurde er wohl im Keller gesehen, bevor das Haus eine Bombe abbekam und das Licht im Keller verschwand. Seine Familie rief noch nach ihm, aber offenbar war es schon zu spät. Der alte Mann ist neugierig, klug, freundlich und scheinbar fürsorglich bewegt und besorgt gegenüber  Jürgen. Er versucht Jürgen darüber aufzuklären, dass die Ratten nachts doch schlafen und will ihn dazu bringen, wieder zu seiner Familie zurückzukehren. Außerdem versucht er Jürgen neue Verantwortung über ein Lebewesen zu übertragen und ihm einen neuen Freund zu geben, eine kleines Kaninchen. Jürgen lernt der Leser genau im traurigsten Moment seines Lebens kennen, kurz nach einem Bombenanschlag auf „sein“ Haus und den Tod seines Bruders. Den alten Mann lernt man als Leser mitten im alltäglichen Leben kennen, offenbar war er gerade einkaufen und ist nun auf dem Weg nach Hause, um seine Kaninchen zu füttern(z. B.Z. 86). Wie bereits erwähnt scheint bei dem alten Mann kurz und knapp ein Teil aus seinem normalen Alltag erzählt zu werden, der neunjährige Jürgen hingegen muss mit dem Tod seines Bruders und dem Einsturz des Hauses durch einen Bombenanschlag fertig werden, dabei wird ein anfängliches Problem zu seinem normalen Alltag, der darin besteht, Tag und Nacht seinen toten Bruder vor den Ratten zu beschützen, damit seine Leiche nicht gefressen wird. Teilweise kommen in Borcherts Kurzgeschichte sogar die Gedanken(z. B. Z. 5 Jetzt haben sie mich! dachte er.) und Gefühle der handelnden Personen zu Tage.

Bereits in der Überschrift wird angedeutet, was Jürgen nicht weiß, und worum er sich Sorgen macht, doch zur genauen Erläuterung der Überschrift komme ich jetzt.

Die Überschrift ist im Plural geschrieben und fasst den größten Teil des Inhalts kurz und knapp bis zum Wendepunkt zusammen, wenn es heißt: „ Nachts schlafen die Ratten doch“(Z.63). Sie ist sachlich und enthält keine Gefühle. Die Überschrift besteht aus einem temporalen Adverb „nachts“, einem Verb „schlafen“, einem bestimmten Artikel „die“, einem im Plural stehendem Nomen „Ratten“ und einer Konjunktion „doch“. Meiner Meinung nach passt die Überschrift „Nachts schlafen die Ratten doch“ sehr gut zur Geschichte, denn zu Beginn der Geschichte besteht Jürgens Aufgabe darin, die Leiche seines toten Bruders vor den Ratten zu beschützen. Erst als er weiß, dass diese nachts schlafen, ändert sich für ihn alles. Deshalb ist dieser Satz sehr bedeutend für die Geschichte, und ohne die Ratten, gäbe es auch keine Geschichte, es gäbe nur den Bombeneinschlag und einen toten Bruder. Sie sind also der Kern der Geschichte und da eine Überschrift etwas, aber nicht zu viel über diesen nahelegen sollte, ist sie sehr treffend.

Wie in jeder guten Geschichte dürfen auch hier die Gefühle nicht fehlen, deshalb komme ich jetzt zur Stimmung und dazu, diese aufzuzählen.

Zu Anfang der Geschichte ist die Stimmung angsterfüllt, traurig und unermüdlich, da Jürgen Tag und Nacht über seinen toten Bruder wacht, immer in der Gewissheit, dass „sie“ ihn finden würden und da er nun jemanden verloren hat, den er liebte . Außerdem ist sie einsam, denn Jürgen ist nur umgeben von dem Gemäuer, Ratten und seinem toten Bruder. Die Stimmungskurve ist  also zu Beginn tief unten. Im weiteren Verlauf der Geschichte steigt die Stimmung etwas an, als Jürgen noch unsicher gegenüber der Situation ist, aber langsam Vertrauen fasst. Dennoch bleibt die Stimmung verächtlich und die Kurve deshalb beständig. Bald darauf steigt die Stimmungskurve ein kleines Stückchen, als Jürgen neugierig wird, weil er sehr gerne die Kaninchen sehen würde. Ein weiteres Stück steigt die Kurve, als Jürgen erstaunt darüber ist, wie viele Kaninchen der alte Mann doch hat. Dann sackt die Kurve wieder ein kleines Stückchen ab, Jürgen ist wieder unsicher, er muss doch weiter aufpassen. Für einen kurzen Moment steigt die Kurve wieder an, denn Jürgen ist erfreut darüber, dass er sich ein Kaninchen aussuchen dürfte, aber sie sinkt sofort wieder stark, denn er ist traurig darüber, dass er hier nicht weg kann und enttäuscht, dass der Mann gehen will, und er denkt wieder an seinen toten Bruder und macht sich Sorgen. Zum Ende der Geschichte steigt die Kurve wieder stark an, denn als Jürgen erfährt, dass die Ratten nachts doch schlafen, und er ein Kaninchen bekommen kann ist  die Stimmung erleichtert und überglücklich.

Worauf  ich mit der Stimmung zum Teil schon zu sprechen kam, werde ich jetzt zu einer Kernaussage formulieren.

So möchte diese Kurzgeschichte den Leser darauf hinweisen, dass man zuerst nachdenken sollte, bevor man handelt und dass auch ein Lehrer nicht alles weiß. Aber das wichtigste ist, Liebe geht über alles, sie geht sogar weit über den Tod hinaus.

Ebenso wichtig wie die Kernaussage einer Geschichte sind auch die verwendeten sprachlichen Mittel, doch dazu komme ich jetzt.

Bereits nach dem zweiten Lesen des Textes fällt einem auf, dass Borcherts Kurzgeschichte „Nachts schlafen die Ratten doch“ weder einen Vergleich, noch eine Metapher oder Personifikation aufweist. Selbstverständlich sind auch keine einzigen Enjambements(Zeilensprünge) enthalten, da diese in Kurzgeschichten nie vorkommen. Statt dessen verwendet Borchert einige wenige Wortwiederholungen, welche die Bestimmtheit des Ausgedrückten hervorheben z. B. „nachts auch“, „immerzu“(Z. 38/39), „nein“ (Z. 13,20…), „viel kleiner als ich“(Z. 60/61),„nachts“(Z. 63,65,66,75), „kleine Betten“(Z.68,69), „ich warte“(Z. 82) und „krumme(n) Beine“(Z. 39,84..), dass bedeutet, dass Jürgen scheinbar sehr daran interessiert ist, dass diese Beine krumm sind. Lediglich zwei Anaphern treten in Borcherts Text auf, nämlich „nachts auch“(Z.38/39), „Er“(Z. 60/61), diese betonen, das Jürgen nicht aufhört aufzupassen und, dass er immerzu an seinen Bruder denkt. Des Weiteren treten in der gesamten Geschichte nur zwei Alliterationen auf. Diese lauten „Zeit zu“(Z.31) und „er war…, Erst vier…, Er muss…, Er ist(Z. 60/61). Dabei unterstreichen sie den Text  und werfen Fragen auf, Zeit wofür gewinnen? Vermutliche Ellipsen könnten „dunkel, leise“(Z. 5), „nachts auch“, „immerzu“, „immer“, „seit Sonnabend schon“(Z. 39/40), „wenn es dunkel wird, schon“(Z. 67), „lauter kleine Betten“, „kleine Betten“(Z.68/69), „ein kleines oder, was meinst du?“ (Z. 72) und „wenn sie wirklich nachts schlafen“(Z. 75) sein.

Nachdem ich die gesamte Kurzgeschichte  untersucht und interpretiert habe, möchte ich nun dazu kommen, meine Meinung zu ihr kundzugeben.

Mir persönlich hat Borcherts Kurzgeschichte sehr gut gefallen. Denn ich finde es einfach rührend, wie die Bruderliebe über alles geht, sogar weit über den Tod hinaus. Ich selbst habe keine Geschwister, doch ich habe mir sehr oft eine kleine Schwester gewünscht. Ich weis nicht, wie es wäre, eine gehabt zu haben und diese in jungem Alter zu verlieren. Auch mit dem Tod habe ich viel Erfahrung, ich habe schon viele Beerdigungen miterlebt und auch schon einen lieben Menschen verloren, es ist schwer, loszulassen.


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