Kurzgeschichteninterpretation „ Die Kegelbahn“ - Wolfgang Borchert
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ᐅ Kurzgeschichteninterpretation „ Die Kegelbahn“ - Wolfgang Borchert

Kurzgeschichteninterpretation „ Die Kegelbahn“ - Wolfgang Borchert

Dafür habe ich eine 1 bekommen (Realschule)

Kurzgeschichteninterpretation „ Die Kegelbahn“

In Wolfgang Borcherts Kurzgeschichte „Die Kegelbahn“ geht es um die Sinnlosigkeit des Krieges und darum, wie der Befehl zu töten selbst das Gewissen besiegt und Menschen nichts weiter als Dinge sind, die man töten muss, ganz egal ob man sie kennt oder sie einem etwas getan haben.

Bevor ich nun aber dazu komme, die allgemeinen Merkmale dieser Kurzgeschichte  zu erläutern, möchte ich mich dem Prolog widmen, welcher Borcherts Text vorrausgeht.

Der Prolog lautet „Wir sind die Kegler. Und wir selbst sind die Kugel. Aber wir selbst sind auch die Kegel, die stürzen. Die Kegelbahn, auf der es donnert, ist unser Herz. Erst dieser Prolog stellt den Bezug zur Überschrift her und ist somit von großer Bedeutung, doch dazu komme ich im weiteren Verlauf der Interpretation.  Außerdem leitet er die Kurzgeschichte ein. In diesem kurzen Prolog ist bereits eine Anapher zu finden, nämlich „selbst sind“ welche darauf hinweist, dass sich die Soldaten darüber im Klaren sind, dass sie selbst für das verantwortlich sind, was sie tun, ganz egal, ob es ihnen befohlen wurde. Außerdem mehrere Metaphern, diese lauten „Kegler“, „Kugel“ und „Kegel“. Somit sind die Kegler die Soldaten, aber sie sind auch die Kugel und die Kegel die stürzen. Es bedeutet also, dass die Soldaten zum Teil in einer hohen Position stehen und nur an das Kämpfen denken, zum anderen auch wieder, dass sie selbst dafür verantwortlich sind, denn wenn sie schießen, sind sie die Kugel, die mordet. Dass sie die Kegel sind, die stürzen bedeutet, dass sie immer in der Gewissheit kämpfen, dass auch sie einmal ein Opfer des Krieges sein können. Und zum Schluss gibt es noch die Metapher der Kegelbahn als Herz. Diese steht für die seelischen Erschütterungen des Krieges und für die Gewissensbisse der Soldaten, außerdem auch für die Trauer über die Gefallenen, die einem am Herzen lagen.

Ich komme nun zu den Merkmalen einer Kurzgeschichte. Das erste und wohl augenscheinlichste dieser ist, dass Kurzgeschichten kurz sind. In diesem Fall beträgt der Umfang 44 Zeilen. Des Weiteren haben Kurzgeschichten, so auch diese eine einfache und allgemeine Sprache z. B Z. 1, „Zwei Männer“. Ein weiteres wichtiges Merkmal ist der offene Anfang, welcher lautet „Zwei Männer hatten ein Loch in die Erde gemacht“, und dass man in die Geschichte hineingeworfen wird. Da man nicht weiß, wo sich das Loch befindet, geschweige denn, warum es gegraben wurde, wird dieses Merkmal voll und ganz erfüllt. Der Leser wird neugierig gemacht. Dass Kurzgeschichten wenige Personen haben ist ebenfalls eines der sieben Merkmale. In Borcherts Geschichte „ Die Kegelbahn“ gibt es also nur zwei handelnde Personen(die Soldaten) und zwei erwähnte Personen(Gott) und die Feinde(Köpfe). Auch ein alltägliches und ein außergewöhnliches Ereignis sind keine unerwarteten Merkmale einer Kurzgeschichte und treten deshalb auch in dieser auf. Alltäglich ist nämlich das schlechte Gewissen, dass sie nachts nicht schlafen können und die  Albträume der Soldaten, jeder hat einmal ein schlechtes Gewissen, kann nicht schlafen oder hat Albträume und außergewöhnlich ist, dass das Töten manchmal sogar Spaß macht. Wie erwartet passiert auch in dieser Geschichte etwas charakteristisches, lebensveränderndes, nämlich als die beiden Männer darüber diskutieren, wer die Schuld daran hat, dass sie töten und einsehen, dass es sie gibt, sie nun damit dasitzen und selbst dafür verantwortlich sind(Z. 37). Zu letzt gibt es noch das Merkmal des offenen Endes, welches hier lautet „Und einer – einer hatte es befohlen.“ Somit muss der Leser die Leerstellen selbst füllen und sich Gedanken darüber machen, wie es weiter geht, und ob der Krieg jemals ein Ende haben wird oder immer wieder von Neuem beginnt.

Nachdem ich nun alle mir bekannten Merkmale erläutert habe, komme ich zum Hauptteil der Inhaltsangabe.

Bevor ich nun aber zur genauen Erläuterung des Hauptteils komme, möchte ich erwähnen, dass die Einleitung der Geschichte sich in den Zeilen 1 bis 7 befindet und darin erzählt wird, wie die Soldaten sich auf den Krieg vorbereiten. Der Hauptteil ist in den Zeilen 7 bis 34, darin wird erzählt, wie di beiden Männer viele Menschen töten und wie sie in der Nacht nicht schlafen können, weil sie ihr schlechtes Gewissen und Albträume plagen, aber auch, wie sie einen Schuldigen für den Krieg suchen. In dieser Geschichte liegt der Höhepunkt in den Zeilen 8 bis 15, als die Soldaten wohl im Verlauf der Geschichte den ersten Menschen töten. Zu letzt noch der Schluss, welcher sich in den Zeilen 35 bis 44 befindet. In ihm wird erzählt, wie alles wieder von vorne beginnt, es ist ein ewiger Kreislauf. Die Kurzgeschichte „Die Kegelbahn“ wird von einem personalen Erzähler erzählt. Es gibt darin  zwei direkt handelnde Personen, nämlich die beiden Soldaten und zwei lediglich erwähnte indirekte Personen, nämlich der Feind(die Köpfe) und Gott. Sie spielt in einem ganz geräumigen, beinahe gemütlichen Loch in der Erde, ähnlich einem Grab (Z.1) zur Nachkriegszeit.  Der Ort spielt für die Handlung der Geschichte aber keine wichtige Rolle, viel mehr stehen die Toten und die Gedanken der Soldaten im Vordergrund. Da die Geschichte zur Nachkriegszeit spielt, muss sich das Geschehen der Geschichte somit also um den Krieg drehen und die Zeit eine Bedeutung für die Handlung haben. Dennoch steht in der Geschichte der Alltag der Soldaten im Vordergrund. Worum sich die Geschichte dreht, also die Frage nach dem was ist leicht zu beantworten. Zwei Soldaten töten grundlos so viele Menschen, dass es schon fast einen Leichenberg gibt doch dann bekommen sie scheinbar Albträume und ein schlechtes Gewissen. Sie machen sich Gedanken darüber, wer wohl schuld an alle dem ist, sie suchen nach einer Entschuldigung, doch es ist keine zu finden. Der Krieg ist ein ewiger Kreislauf. Der Bezug auf die Erzählperspektive besteht darin, dass dadurch, dass es ein personaler Erzähler ist, und er in die Rolle eines jeden schlüpft die Geschichte lebensechter wird, der Kampf lässt sich besser nachempfinden. Selbstverständlich besitzt Borcherts Kurzgeschichte auch einen Wendepunkt, dieser beginnt in Zeile 20, als die Soldaten bereits so viele Menschen getötet haben, dass ein Leichenberg entsteht. Allem Anschein nach bekommen sie nun ein schlechtes Gewissen, sie können nicht schlafen, sie versuchen eine Entschuldigung zu finden, für ihre Taten, doch es gelingt ihnen nicht. Bevor sie völlig darüber im Klaren sind, dass sie für ihre Taten selbst verantwortlich sind, beginnt der Kreislauf auch schon wieder von Neuem.

Die äußere Handlung lässt sich leicht benennen. In der Kurzgeschichte „Die Kegelbahn“  geht es um den Krieg. Um die innere Handlung zu beschreiben muss ich genauer auf die Soldaten eingehen, denn es sind ihre Gefühle, die die innere Handlung prägen. In der inneren Handlung geht es um die Gefühle des Krieges, wenn Unbekannte zu Feinden und diese zu Dingen werden, wen  das Gewissen nebensächlich ist  und wenn der Sinn des Lebens nur noch im Töten besteht.

Aus der inneren Handlung kann man zum Teil bereits den Charakter der Soldaten erschließen, doch dazu werde ich jetzt noch im Genauen eingehen.

In dieser Kurzgeschichte kommen wie bereits erwähnt direkt nur zwei handelnde Personen nämlich die Soldaten und indirekt und somit lediglich erwähnt noch zwei weitere Personen, Gott und der Feind(die Köpfe) vor. Dabei stehen die beiden Soldaten in einem kameradschaftlichen Verhältnis, das Verhältnis der beiden Soldaten zu Gott ist eher ein ungläubiges und zu den Feinden stehen sie in einem unbekannten Verhältnis. Alle Personen bleiben namenlos, der Feind wird sogar als Sache gesehen. Ich beginne nun mit der Charakterisierung des ersten Soldaten. Er steht im Schützengraben förmlich schon mit einem Bein im Grab. Er kennt die Menschen die er erschießt nicht, geschweige denn versteht er ihre Sprache und sie haben ihm nichts getan. Aber er muss schießen. Er fordert sogar selbst auf zu töten. Viele Monate verbringt er in dem Loch und erschießt viele Menschen, es entsteht praktisch ein Leichenberg. Nacht hört er die Köpfe rollen, er scheint Albträume zu haben und wacht davon auf. Seine Ausrede ist, dass man es doch befohlen hat, doch es ist furchtbar für ihn, zu töten. Es macht ihm keinen Spaß.  Stundenlang bleibt er wach und verbringt schlaflose Nächte. Er versucht Gott für alles verantwortlich zu machen, doch dieser hat eine Entschuldigung, es gibt ihn nicht. Im Gegensatz dazu gibt es den ersten Soldaten aber und er sitzt nun damit da, unschlüssig was er tun soll, gebunden an die Befehle und den vermutlichen Eid.


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