Tschernobyl Katastrophe - Ursachen & Folgen + Atomkraft: Vor- und Nachteile
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ᐅ Tschernobyl Katastrophe - Ursachen & Folgen + Atomkraft: Vor- und Nachteile

Tschernobyl Katastrophe - Ursachen & Folgen + Atomkraft: Vor- und Nachteile

Was ist Atomkraft?

Atomkraft ist die Energie, welche man aus Atomen in Form von Wärme gewinnen kann. Dies geschieht durch Kernspaltung. Es kann jedoch nur von Atomen, welche schwerer als Eisen sind Energie gewonnen werden.

Bei der Kernspaltung herrscht im Atomkern ein Ungleichgewicht zwischen Neutronen und Protonen. Im Atomkern sind mehr Neutronen als Protonen weswegen der Kern zerfällt. Dies passiert bei Radioaktiven Stoffen von selbst, da hier der Kritische Punkt überschritten ist. Man kann die Spaltung bei radioaktiven und nicht-radioaktiven Stoffen auch auslösen, indem man Neutronen auf den Atomkern schießt. Dadurch wird der Kritische Unterschied zwischen Neutronen und Protonen erreicht, wodurch der Kern gespalten wird. Hierbei wird, sofern das Atom schwerer als Eisen ist, Energie gewonnen. Diese Energie stammt aus der sogenannten Starken Wechselwirkung, welche die Protonen die sich aufgrund ihrer gleichnamigen Ladung gegenseitig abstoßen, im Atomkern zusammenhält. (Erklärung anhand von Uran)

 

Das Atomkraftwerk

In Atomkraftwerken macht man sich diesen Vorgang zu nutze. Dort wird Uran kontrolliert zur Spaltung gebracht. Da bei jeder Spaltung von Uran zwei bis drei Neutronen freigegeben werden entsteht eine Kettenreaktion. Diese wird durch sogenannte Regelstäbe im Reaktordruckgefäß kontrolliert, indem sie die freigesetzten Neutronen davon abhalten, weitere Urankerne zur Spaltung zu bringen. Die bei der Kernspaltung freigesetzte Energie, bzw. Wärme erhitzt das im Druckbehälter vorhandene Wasser auf bis zu 300°C. Das Wasser kann durch den hohen Druck im Reaktionskreislauf(Primärkreislauf) erst bei 300°C sieden. Die Wärme des Wassers wird im Wärmetauscher auf das Wasser des Arbeitskreislaufes(Sekundärkreislauf) übertragen. Das Wasser des Primärkreislaufs fliest wieder zurück in den Druckbehälter. Es ist wichtig, dass das Wasser des Primärkreislaufs sich nicht mit dem Wasser des Sekundärkreislaufs vermischt, da sonst der verstrahlte Bereich des AKWs viel größer wäre.

Von nun an ähnelt der Ablauf dem vieler anderer Kraftwerke, wie zum Beispiel dem des Kohlekraftwerkes. Der Wasserdampf im Sekundärkreislauf treibt eine Turbine an, welche eine Spannung in dem Generator erzeugt, wodurch Strom erzeugt wird. Hierbei wird die mechanische Energie in elektrische Energie umgewandelt. Der Wasserdampf, welcher seine Energie abgegeben hat wird nun durch wassergekühlte Rohre geleitet und kondensiert. Das dabei erhitzte Wasser der Rohre wird dann im Kühlturm gekühlt.

 

Vorteile der Atomkraft

Atomkraftwerke haben auch Vorteile, zum Beispiel benötigen sie wenig Platz im Gegensatz zu nachhaltigen oder anderen Energiequellen. Ein 1 GW-Kernkraftwerk liegt im Durchschnitt mit allen Gebäuden bei einer Fläche von einem Quadratkilometer, was dann einer Flussdichte von 1 kW pro Quadratmeter entspricht. Dies ist deutlich mehr als bei anderen Energiequellen.

Im Gegensatz zu vielen nachhaltigen Energiequellen steht Kernkraft immer zur Verfügung und ist keinen unberechenbaren Schwankungen ausgesetzt wie z.B. Windkraft.

Die bisherigen Erfahrungen mit der Sicherheit bei Atomkraftwerken sind sehr gut. Bisher gab es erst einen Unfall mit Todesfolgen, und zwar in Tschernobyl.

 

Nachteile der Atomkraft

Eines der größeren Probleme und somit auch Nachteile der Atomkraft ist die Entsorgung der entstehenden radioaktiven Abfälle. Sie ist kompliziert und es dauert sehr viele Jahre bis die radioaktiven Abfälle unschädlich sind. Die instabilen Atomkerne, zerfallen und emittieren somit Strahlen, die sehr gefährlich sein können. Es kann auch solange dauern, dass es die Menschheit nicht mehr miterleben würde.

Ein trauriger und zugleich alarmierender Nachteil ist die Verwendung von Kernenergie in der Rüstungsindustrie. Die erste und zugleich letzte militärische Nutzung von Atombomben waren die US-amerikanischen Abwürfe auf Hiroshima und Nagasaki im Zweiten Weltkrieg.

Das Risiko, dass heutzutage Atomwaffen noch eingesetzt werden besteht trotz vieler Atomwaffensperrverträgen noch.</p></p>

 

Nachhaltigkeit von Atomkraftwerken

Im Jahre 1987 definierte die Weltkommission für Umwelt und Entwicklung nachhaltige Entwicklung wie folgt:

„Nachhaltige Entwicklung ist eine Entwicklung, die die Bedürfnisse der Gegenwart befriedigt, ohne zu riskieren, dass künftige Generationen ihre eigenen Bedürfnisse nicht befriedigen können.“

Auf die Energiegewinnung von Atomkraftwerken bezogen bedeutet dies, dass bereits jetzt auf nachhaltige Energiegewinnung gesetzt werden sollte, wenn zukünftige Generationen durch unserer Handeln gleiche oder bessere Bedingungen, als wir haben sollen. Je länger man Energie von Atomkraftwerken und auch Kraftwerken mit fossilen Energieträgern nutzt, desto schwerer wird es in der Zukunft auf nachhaltige Energiegewinnung umzusteigen. Geschieht dieser Umstieg nicht in naher Zukunft, so ist keine nachhaltige Entwicklung mehr vorhanden. Außerdem werden die Bedingungen für die zukünftigen Generationen durch den radioaktiven Müll verschlechtert, da sich dieser nur sehr langsam selbst abbauen kann. Solange es keine andere Möglichkeit gibt radioaktiven Müll praktisch zu entsorgen, gibt es als nachhaltige Entwicklungsmöglichkeit nur nachhaltige Energiegewinnung wie zum Beispiel durch Wind-, Wasserkraft oder Sonnenenergie. Demnach gibt es keine Möglichkeit Atomenergie nachhaltig zu verwenden.</p></p>

 

Katastrophen in der Atomkraft

Am 29.09.1957 ereignete sich in Kyschtym, das in der Sowjetunion liegt, eine Katastrophe in der Wiederaufbereitungsanlage des dortigen Kernkraftwerks.

Ein Jahr davor wurden die Kühlleitungen des Tanks undicht, die Kühlung wurde abgestellt. Die radioaktiven Abfallstoffe trockneten ohne Kühlung aus und explodierten durch den Funken eines Messgerätes.

Es gab eine starke Verstrahlung in der Bodennähe durch die bodennahe Wolke.

Am 26.07.1959 ereignete sich in Simi Valley, dass in Kalifornien (USA) liegt, ein Unfall mit einer 30-prozenitgen Kernschmelze in der Forschungseinrichtung „Santa Susana Field Laboratory“.

In dem Brutreaktor1 entstand eine Kernschmelze aufgrund eines verstopften Kühlkanals. Die radioaktiven Gase wurden fast ganz in die Umwelt gelassen. Die Gegend war danach mit Jod-131 verunreinigt.

Und am 12.03.2011 geschah im Kernkraftwerk von Fukushima, das in Japan liegt ein schwerer Unfall. Nach einem Erdbeben mit darauffolgendem Tsunami, bekam das Kernkraftwerk keine elektrische Energie mehr.

Dadurch ist die Kühlung der Reaktoren ausgefallen und das Kühlmittel verdampfte, sodass es zu Kernschmelzen und danach zur Explosion von 3 Reaktoren kam.

1Brutreaktor: Ein Reaktor, der mehr Brennmaterial herstellt, als er verbrauchen kann.

2Super-Gau: Ein schwerwiegender Unfall in einem Kernkraftwerk mit fatalen Folgen.

 

 

Was ist Tschernobyl?

Zuallererst ist das Wort „Tschernobyl“ unter der „Nuklearkatastrophe von Tschernobyl“, die sich 1986 in der Ukraine abspielte, bekannt.

Aber auch das Kernkraftwerk, dass von 1978 bis 2000 in Betrieb war, trägt den Namen in sich: „Kernkraftwerk Tschernobyl“.

Der Name Tschernobyl steht aber auch für die Stadt „Tschornobyl“, neben der das Kernkraftwerk steht.

Der Name Tschernobyl ist der russische Name für „Tschornobyl“.

 

Die Ursachen der Nuklearkatastrophe in Tschernobyl

In der Nacht vom 25. Auf den 26. April 1986 geschah die Katastrophe in Block 4 des Kernkraftwerks. Es wurde getestet ob die Turbine bei einem Stromausfall noch genug Energie für die Kühlwasserpumpen erzeugt, bevor die Notstromaggregate die Rolle übernehmen. Als die Leistung des Reaktors auf 25 Prozent runtergefahren werden musste, sank sie auf unter 1 Prozent und stieg schnell wieder an. Der Abbruch gelang der Mannschaft nicht und der Reaktor explodierte um 01:23 Uhr.

Heutzutage werden die Ursachen als menschliches Versagen, weil Zeitdruck herrschte, und Fehlfunktionen der Technik beschrieben.

Auch wurde festgestellt, dass ein hoher Void-Koeffizient, auch Dampfblasenkoeffizient genannt, durch einen Abbrand vom Kernbrennstoff entstand und somit der Wasserdampf weniger Neutronen aufnahm und die Reaktorsicherheit gefährdet war.

 

Veränderungen in Deutschland nach der Katastrophe

Die Ansicht von uns gegenüber der Kernenergie hat sich danach deutlich verändert. Zudem verstärkte sich die Partei „Die Grünen“ durch die Anti-Atomkraftbewegung sehr.

Noch heutzutage sind deutliche Spuren von der Katastrophe bei Tschernobyl zu sehen. Pilze und Wildschweine sind vor allem in Bayern noch sehr betroffen, lokale Jäger bekommen Entschädigungen weil der Verkauf des Fleisches verboten ist, da der Grenzwert von 600 Becquerel pro Kilogramm mit 1200-2100 deutlich überschritten ist. Ein Bequerel entspricht dem Zerfall eines Atoms in einer Sekunde.

In Deutschland werden hauptsächlich Schilddrüsenkrebserkrankungen bei Kleinkindern diagnostiziert, aber natürlich auch andere Krebse, Tumore und Fehlbildungen.

 

Veränderungen in Tschernobyl nach der Katastrophe

Nach dem Unfall wurde die Bevölkerung nahe Tschernobyl nicht richtig informiert und dann erst einen Tag danach evakuiert.

Die Städte Tschernobyl und Prypjat werden nicht ohne Grund als Geisterstädte bezeichnet. Alles liegt dort noch so rum wie die Bevölkerung es in Eile verlassen hatte. Die Natur übernimmt langsam aber stetig die Flächen die früher bewohnt waren. Bis heute leben trotz der Strahlung wieder Menschen illegal in den Sperrgebieten um Tschernobyl. Diejenigen die jedoch wegzogen, haben dennoch mit den Folgen der Katastrophe zu Leben. Es wird geschätzt, dass ca. 1800 Menschen, welche zum Zeitpunkt der Katastrophe noch Kinder oder Jugendliche waren, an Schilddrüsenkrebs erkrankt sind. Die Zahl soll jedoch in den nächsten Jahrzehnten auf bis zu 8000 steigen. Eine weitere Auswirkung ist die Zunahme von Brustkrebserkrankungen.

Wie man vermuten würde stieg ebenso die Fehl-, Tot- und Missgeburtenrate an. Viele Kinder kamen auch mit Fehlbildungen auf die Welt.</p></p>

 

Die Auswirkungen auf die Entwicklung der Kernenergie

Nach der Katastrophe von Tschernobyl nahm die Kritik an der Nutzung der Kernenergie stark zu. Im Jahre 2000 wurde der Ausstieg aus der öffentlichen Nutzung der Kernenergie bis 2020 beschlossen, da die Bundesregierung Druck machte. Im Rahmen der Entscheidung wurden bis 2005 zwei Kernkraftwerke vom Netz genommen.

Als die Katastrophe im Kernkraftwerk Fukushima passierte, verkündete die Bundesregierung im März 2011 ein dreimonatiges Atom-Moratorium. Dies bedeutet die Verweigerung der Unterstützung der Kraftwerke mit Geld.

Daraufhin wurde der Ausstieg aus der Atomenergie bis 2022 beschlossen und die acht ältesten Kernkraftwerke sofort stillgelegt.

Mitte des 20. Jahrhunderts stieg die Entwicklung der Stromgewinnung aus der Kernenergie an.

Nach dem Unfall von Tschernobyl wurden aber mehrere Atomkraftwerke stillgelegt. Und die weltweite Leistung der Atomkraftwerke fiel von 3000 Megawatt (1984) auf 1000 MW (1990)

 
   


Auch der weltweite Bau neuer Atomkraftwerke legte sich nach der Katastrophe rasant und fiel von ca.170 neuen AKWs (1986) auf ca. 60 Neubauten (1990). Die Katastrophe stoppte somit den industriellen Aufschwung, der ab 1968 die Atomkraftwerke aus dem Boden schießen lies. Vornean gingen dabei Nordamerika und Westeuropa.

 

Sievert

Die Einheit Sievert wird im Strahlenschutz und in der medizinischen Strahlenphysik verwendet. Sievert gibt an, wie stark gewebeschädigend eine Strahlung ist.

Ein Sievert pro Sekunde wäre dabei schon sehr gefährlich für unsere Gesundheit und kommt auch nur selten vor. Meistens wird die Dosis in Mikrosievert pro Sekunde (µSv/s) angegeben.

Interessant sind vor allem längere Zeiträume wie eine Stunde, wenn man sich zum Beispiel in einem Gebiet mit höherer Strahlenbelastung aufhält.

Hier wird das Ergebnis dann in Mikrosievert pro Stunde (µSv/h) angegeben.

 

Geiger-Müller-Zählrohr

Der Geiger-müller-Zähler ist ein Gerät zum Messen von Strahlung, wie z.B. Gammastrahlung.

Man misst, wie viel Strahlung in einem Gebiet vorhanden ist.

Dies geschieht indem die Strahlen in das mit Gasgefüllte Rohr des Zählers eintreten und bei der Berührung mit einem Gas Atom ein Elektron lösen. Das Elektron wandert dann in Richtung der Anode und gelangt durch ein Kabel zu einem Anzeigegerät, das die elektrische Spannung, die die Elektronen erzeugen misst.


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Kommentare
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Sehr schöner Artikel. Wir haben uns genehmigt, ihren Titel für die Google Suche noch zu optimieren.
Weiter so! :)

~ Ihr Direkt-Wissen Team
Anonym - vor 2 Monaten
Scoyo

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