Zwischen Werten und Provokation - eine Reise durch die deutsche Geschichte
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ᐅ Zwischen Werten und Provokation - eine Reise durch die deutsche Geschichte

Zwischen Werten und Provokation - eine Reise durch die deutsche Geschichte

Die Vergangenheit übt seit jeher einen gewaltigen Reiz auf uns aus. Wer waren unsere Ahnen und wie haben sie gelebt ?

Was haben sie getan, dass spektakulär genug wäre, es wissen zu wollen ? Schon im Geschichtsunterricht in der 5. oder 6. Klasse stand auf den Lehrplänen der DDR ,die Schlacht im Teutoburger Wald.

Ich schreibe absichtlich stand ,weil meine eigenen Kinder offenbar nicht mehr gelehrt bekommen, was sich so ereignisreiches im Jahre 9 nach Christus, in den Tiefen der Wälder des heutigen NRW abgespielt hat. Jedenfalls konnten weder sie, noch gleichaltrige  Freunde , auch nur irgendetwas erzählen über die große Schlacht der Germanen und ihren Sieg über die Fremdherrschaft der Römer , die Schlacht im Teutoburger Wald.

Ich war erschüttert denn für mich, zählt dieses Wissen zu den Grundpfeilern unserer Geschichte, zu unseren Wurzeln. Geschichtsunterricht sollte so interessant wie möglich gestaltet werden und wenn dies nicht gegeben ist, bleibt auch bei den Kindern nichts hängen. Unser Lehrsystem ist leider bekannt für Indoktrination und Steifheit aber das, kann man als Elternteil beheben wenn man sich ein bisschen Mühe gibt. Kehren wir daher zurück zu den Germanen und den Ergebnissen der Varusschlacht, die warum auch immer ,den Namen ihres Verlierers trägt. Der Held dieser Geschichte ist ein anderer und höhrte auf den Namen Armin. 

Armin oder wie er bei den Römern hieß Arminius, wurde als Sohn eines germanischen Stammesoberhauptes, schon als Kind in die Dienste eines Römers gestellt und wurde dort im Kampf und in schulischen Belangen ausgebildet. So lernte er nicht nur lesen und schreiben sondern auch taktisches und strategisches Kämpfen der Römer , was ihm später von großem Nutzen sein sollte. Die unter der willkürlichen Herrschaft der Römer und derer, meist nur ihrem Erlasser nützlichen Gesetze leidenden Germanen, hatten das Problem sich auch untereinander nicht einig werden zu können. Streitigkeiten der Clans( die wie sollte es auch anders sein, von der Besatzern auch noch geschürt wurden), führten immer wieder zu kriegerischen Auseinandersetzungen und ermöglichten es den Römern, die von ihnen verwalteten Gebiete unter ihrer Kontrolle zu halten. Arminius erkannte ,dass die Germanen nur vereint die Chance hatten, sich ihrer Fremdherrschaft zu entledigen, um ein freies Volk zu sein. Er schaffte es in endlosen Debatten, mehrere Stammesfürsten davon zu überzeugen, gemeinsam gegen die Römer zu kämpfen. Der Ort für die entscheidende Schlacht war der Teutoburger Wald. Dicht und von Supfgebieten durchzogen war er für die Römer unbekanntes Terrain ,für die Germanen um Arminius aber war er Heimat. Dieser Heimvorteil ermöglichte es ihnen mit einer Minderheit an Kämpfern, in einem ausgeklügelten Hinterhalt, drei römische Legionen auf einmal zu schlagen. die 17. , 18. und 19. Legion fielen unter den Schwertern und Äxten der wütenden Germanen. Damit beendete Arminius das Vorrücken der Römer und der Stammesbund den er herbeigeführt hatte, dauerte aufgrund der neu gewonnen Einsicht, dass Einigkeit stark macht, auch weiterhin an.  Von nun an hieß es ,,der Germanische Geist ist der Geist der Freiheit'' wie Georg Wilhelm Friedrich Hegel Jahrhunderte später, treffend aussagte. Armin der auch als Hermann der Cherusker  ( Bedeutung : Her/ Herr = Heer und Mann/ Man  = Mann = Mann des Heeres/ Krieger)  in die Geschichte einging ,hatte das unmögliche geschafft.

Ebenfalls Jahrhunderte später, wurde von Baumeister Joseph Ernst von Bandel ihm zu Ehren, das Hermannsdenkmal errichtet. In 30 Jahren Bauzeit erschuf er, mit einer Unterbrechung von etwa 10 Jahren, das insgesammt 92 m hohe Kunstwerk.

Im Jahr 1875 wurde das Hermannsdenkmal dem deutschen Volk geweiht und unter den Augen Kaiser Friedrichs an dieses übergeben. Es befindet sich in der Nähe von Detmold am höchsten Punkt des Teutoburger Waldes, wie wir am eigenen Leib erfahren durften. Erst letztes Wochenende sind wir , (das Team von ,,so schön ist unsere Heimat'') auf den Spuren der alten Germanen gewandelt und haben uns insgesamt 18,9 km durch Wald und Sumpfgebiet gekämpft, um von den Externsteinen bis zum Hermansdenkmal zu gelangen. Die Strecke ist eigentlich um gute 8 km kürzer aber wir wollten es wissen. Wir können schließlich nichts berichten, was nicht auch mit allen Sinnen erfasst wurde.

Etwa ein Jahr nach der Eröffnung des Hermandenkmals wurde in Frankreich 1876 die Freiheitsstatue fertiggestellt ,die 10 Jahre später als Schenkung an Amerika ging und seitdem als Wahrzeichen gilt. Sie weist bis auf die Kleidung und die Gegenstände die sie in den Händen hält ,exakt die gleiche Pose auf wie Arminius. während der linke Fuß des Letzteren auf dem besiegten Adler der Legion steht , steht der linke Fuß der Freihheitsstatue auf den zerschlagenen Ketten der Sklaverei. Arminius rechte Hand hebt sein Schwert in den Himmel , die Freiheitsstatue eine Fackel. Die Linke Hand des Arminius ruht auf einem Schild, die der Freiheitsstatue hält ein Buch. 

Ich persönlich empfinde die vielen Gemeinsamkeiten als merkwürdig und bedenkt man die damals angespannte Lage zu Frankreich (die Richtung in die Arminius mit erhobenem Schwert blickt), so kann man sich des Gedanken nicht erwehren, dass die Größe der Freiheitsstatue (die doppelt so hoch ist wie das Hermannsdenkmal )und die gleiche Pose einer Provokation gleichkommen. Außerdem wissen wir über die 10 Jahre Baustopp bei Detmold nur, dass Bandel das Geld ausging und dass er andere Arbeiten annehmen musste um wieder zu finanziellen Mitteln zu gelangen. Was er in den zehn Jahren gemacht hat ist ungewiss. 

zu 100 % sicher ist jedoch die Tatsache ,dass das Hermannsdenkmal älter ist und somit als das Original gelten dürfte. Dabei ist völlig unerheblich ob der Gedanke der Franzosen beim Bau der Freiheitsstatue, in Richtung Provokation ging oder nicht oder ob all das ,als Zufall abgetan wird. Denn es gibt meiner Meinung nach keinen Zufall. Alles was geschieht , geschieht in einer Reihe ineinander verketteter Ereignisse. Ursache und Wirkung sozusagen. Und Herman der Cherusker ist und bleibt der Held der Germanen.

Ich kann euch einen Besuch vom Hermannsdenkmal nur wärmstens ans Herz legen. Auch der Weg durch den Wald von den Externsteinen zu Denkmal hin, lohnt sich. Er ist anstrengend und lang aber die grandiose Aussicht und der wunderschöne Teutoburger Wald ,belohnen diesen Marsch mit einem unvergesslichen Erlebnis.

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Wie seht ihr das ganze, was könnte noch hinzugefügt werden?



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